Familien-Fotos? Einfach machen! Aber anders…

Warum Eulen im Wald Eltern zum Lachen bringen und kalte Füße im nassen Herbstlaub zu besonders schönen Fotos führen, das erfährst du in diesem Beitrag…

„Sven, guck mal“, sagte Simone und zeigte mir in der Mamagruppe bei Facebook das Ergebnis eines Familien-Fotoshootings. Die Mamagruppe mal wieder. Der Ort, wo sich Mamis zwischen Stillen und online nach neuer Kleidung für den Nachwuchs Ausschau halten austauschen, Rat geben, unterstützen. Anfangs war ich skeptisch, mittlerweile jedoch habe ich großen Respekt vor dieser Facebookgruppe. So auch in diesem Moment, denn was ich sah, haute mich um.

Babyfotos wollten wir eigentlich schon die ganze Zeit machen, aber so richtig motiviert war ich bis dahin noch nichtgewesen, bin ich doch kein Freund von Studiofotos mit Baby im Korb oder im Blumentopf oder worin auch immer. Ich wollte was lebendigeres. Und genau das sah ich nun vor mir: Familienfotos in der freien Natur. Natural Photography.

„Ziemlich cool“, dachte ich. „Das sieht wirklich gut aus.“
„Sowas will ich auch machen“, sagte Simone.
„Okay“, erwiderte ich, ganz im Sinne meiner ‚Einfach machen‘-Challenge. „Dann mach das mal klar. Schreib sie an und frag wann sie Zeit hat“, sagte ich.
„Bist du dir sicher?“
„Klar, wir wollten doch schon die ganze Zeit gute Fotos von uns haben. Also los.“

Und genau das tat Simone. Das Ergebnis: Drei Tage später hatten wir einen Fototermin mit Gina, kurz vor Luzern, an einem kleinen Teich mitten im Luzernerland. 50 Autominuten von Zürich entfernt. Hannah war zuvor ungefähr zwei Monate nicht mehr Auto gefahren. Wie der Weg dorthin aussah, das seht und hört ihr hier.

Eigentlich hatte auch ich ziemlich miese Laune an diesem Tag und recht wenig Lust den Weg auf mich zu nehmen. Gleichzeitig ahnte ich, dass etwas Besonderes dabei herauskommen könnte. Außerdem tut frische Luft ja bekanntlich gut und so atmete ich tief ein und aus und lies mich drauf ein.

Fotografin Gina hatte gerade ein anderes Paar fertig abgelichtet, als wir eintrafen. Sie begrüßte und mit einem Lächeln und der Kamera in der Hand. Der erste Kontakt zu dieser uns zunächst fremden Person war sofort angenehm. Und so warfen wir uns umgehend ins Abenteuer Erstes Familienfotoshooting. Endlich sollten wir professionelles Fotos von uns haben, auch mit dem Hintergedanken, dass diese Fotos schöne Geschenke sein würden für den Rest der Familie. Denn wenn die Blätter fallen, dann ist Weihnachten nicht mehr allzu weit…

Bei 16 Grad starteten wir zunächst auf einem kleinen Holzsteg, um wenig später auf der anderen Seite des Sees einen Weg hinabzuklettern, der uns zu einem besonders schönen Ort führen sollte. Allerdings mussten wir dafür unsere Schuhe ausziehen. Zwar bekamen wir kalte Füße, aber nach Davonlaufen war uns ganz und gar nicht. Im Gegenteil – mit jedem Abdrücken – und Gina drückte häufig ab – wurden wir wärmer und kreativer, kamen im Fluss in den Flow.

Kitschig UND schön zugleich

Knapp 90 Minuten lang klettern wir barfuß über nasse Steine und ließen uns vor kleinen Wasserfällen ablichten, zu dritt, als Paar, allein. Zwischendurch wurden Stillfotos gemacht, für Frauen anscheinend etwas ganz Besonderes. Auch hatte Gina Kopfschmuck und Kleider für Frau und Kind dabei. Klingt kitschig? Ist es auch. Aber eben auch unglaublich schön!

Das ganze Shooting war eine neue Erfahrung für mich, für Simone und für Hannah sowieso. Mit jedem Auslösen der Kamera wurde meine Laune besser. Hannahs Laune war von Anfang an dufte, die Autofahrt mal ausgenommen. Draußen an der frischen Luft ist es eben immer noch am schönsten für die Kleinen. Es gibt so viel Neues zu sehen und zu entdecken. Da werden die Augen schnell noch größer als sie ohnehin schon sind. Alles ist spannend. ALLES!

Eine der größten Herausforderungen für die Fotografin ist daher, die Aufmerksamkeit des Babys auf sich und die Kamera zu ziehen. Schließlich soll Hannah auch mal in die Kamera schauen und nicht nur staunend in der Gegend umherblicken. Extra dafür hatte Gina eine kleine Stoffeule dabei. Die machte nicht nur Hannah Freude sondern auch uns. So viel Freude, dass ich selbst für einen Moment ganz vergaß in die Kamera zu schauen und lieber die Eule beobachte. Hach, steckt nicht in jedem von uns ein kleines Kind? 😉

Zusammenfassend kann ich sagen: Es war für mich eines der intimsten und zugleich spannenden Fotoshootings die ich jemals hatte. Liebe Familien, raus mit euren Kindern und den Fotografen an die frische Luft, es lohnt sich. Und genau deshalb schreibe ich diesen kurzen Artikel. Weil ich als Vater sagen will: Macht unbedingt ein Familienfotoshooting unter freiem Himmel. Mit einer guten Fotografin wie Gina. Es lohnt sich sehr. Zum einen, weil ihr nachher tolle und „etwas andere“ Fotos habt, zum anderen, weil es ein wundervolles, gemeinsames Abenteuer ist.

Euer Papa Sven

PS: Ach ja, auf dem Rückweg mussten wir übrigens nicht mehr singen, denn Hannah schlief tief und fest, im positiven Sinne ganz und gar erschlagen von den ganzen Eindrücken in einem Waldstück irgendwo bei Luzern.

PPS: Welche Erfahrungen habt ihr mit Familienshootings gemacht? Was klappt gut? Was sieht gut aus? Was ist mal etwas ganz anderes?

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