Dubai mit Baby #4 – 39,8 Grad … Fieber

Da bist du zum ersten Mal in deinem Leben in Dubai, es gibt soviel zu sehen und zu entdecken und auf einmal sagt der Körper deines Babys “Nein, ich bin jetzt krank!”. Du misst die Temperatur und das Thermometer sagt 38,7 Grad. Dein Kind ist weinerlich. Es sucht Nähe. Sein Körper ist heiß. Du umsorgst dein Baby, bist bei ihm und gehst irgendwann schlafen. Am nächsten Morgen ist das Fieber weg.

“Glück gehabt”, denkst du und tust so, als wäre nichts gewesen.
Am Nachmittag stellst du fest, dass es noch nicht gut ist. Du misst wieder die Temperatur und dieses Mal zeigt das Thermometer 39,8 Grad.
“Okay, hohes Fieber”, denkst du dir. “Dann machen wir jetzt mal nichts außer gesund werden. Auch wenn da draußen eine fremde Welt darauf wartet, entdeckt zu werden.”
Du blickst zur Seite und siehst, dass auch Hannahs bester Freund schlapp und müde daliegt.
“Ich hab Durst, Motherfucker”, sagt Biba in diesem Moment.
Biba hat auch Fieber, Biba-Fieber sozusagen. Du gibst auch ihm etwas zu Trinken und hoffst auf Besserung.

Take it easy

Was kannst du tun? Vor allem entspannt bleiben. Take it easy und sei zugleich aufmerksam. Das hilft auch dem Kind. Du kennst dein Kind am besten. Wie verhält es sich? Trinkt es ausreichend? Du (bzw. in diesem Fall vor allem Simone) machst dich bei Freunden schlau, du recherchierst im Internet, welche Ärzte und Möglichkeiten es in der Umgebung gibt. Vor allem aber bist du da, einfach da für dein Baby. Notfallmedikamente hast du dabei, aber die willst du nur im Notfall geben, deshalb heißen sie Notfallmedikamente und nicht “Etwas ist nicht ganz in Ordnung, komm wir geben einfach fix mal was”-Medikamente. Das heißt natürlich nicht, du solltest unvorsichtig werden und aus esoterischen Gründen komplett auf notwendige Dinge und Behandlungen verzichten. Was ich sagen will: Das richtige Handeln zum richtigen Zeitpunkt ist wichtig.

Babys sind robust und Fieber gerade bei den Kleinen nichts Ungewöhnliches, eher die Normalität. So ein Körper ist immer wieder ein Wunderwerk und weiß am besten, wie er wieder gesund wird. Daher sind wir zwar aufmerksam, aber nicht ängstlich. Nach Hannahs krassem Start ins Leben sind wir vermutlich sogar sehr entspannt, wir haben schon “Schlimmeres” erlebt. Abwarten, beobachten, trinken, das Baby auspacken statt es dick einzupacken. Wir schauen viel gemeinsam, wechseln uns aber auch immer wieder ab, sodass jeder von uns ein paar Minuten Zeit hat, um auf dem Dach im Pool ein kurzes Bad zu nehmen. Während die Lichter Dubais mittlerweile heller leuchten als die Sterne am Himmel, fällt Hannah erschöpft in ihren Nachtschlaf.

Waschmaschine statt Wasserpark

Am nächsten Morgen ist das Fieber immer noch da. Also weiter beobachten, umsorgen, entspannt bleib. Und tatsächlich, das Fieber geht im Laufe des Vormittags wieder zurück. Hannah trinkt ein wenig, schläft viel und ist, wenn sie wach ist, wieder lebendiger. Eigentlich stand ein Ausflug in den großen Wasserpark an, der fällt nun flach. Ein Grund zum traurig sein? Nein, denn wir entscheiden immer noch, was wir aus unserem Leben machen.

Und in diesem Fall gehen wir einfach ein bisschen Waschmaschine gucken, der Wasserpark des Kranken Babys sozusagen. Waschmaschinen bei waschen zuschauen, das gefällt Hannah. Und wir machen es uns einfach schön statt zu denken, wir würden etwas Tolles verpassen. So sitzen wir zu dritt vor der sich drehenden Schleuder und schauen der Wäsche dabei zu, wie sie herumgewirbelt wird.

Draußen rauschen die Autos über die Straßen. Das Autorauschen ist das Zwitschern der Vögel Dubais. Bauarbeiter bohren Löcher in den Wüstenboden und wir lachen uns an und genießen den Moment des Beisammenseins. Mitten in Dubai, im 11. Stock eines Apartment-Hotels, mit Blick auf eine Skihalle und einer vagen Ahnung vom Meer, das sich am Horizont andeutet. Das Leben ist eben doch immer das, was du draus machst, in jedem Moment. Das Leben ist schön!

PS: Diese Geschichte ist noch nicht zu Ende erzählt. 🙂

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